Erfolgreiche Frauen live - Prof. Gesine Schwan beim BPW-Club Berlin

Montag, 08. März 2010, 19:21 Uhr

Beitrag von: Klose-Hecht

In seiner Veranstaltungsreihe „Erfolgreiche Frauen live“ begrüßte der BPW Club Berlin am 24. Februar 2010 Prof. Gesine Schwan. Beim anregenden Interview mit der ersten Vorsitzenden Barbara Klose-Hecht und Pressesprecherin Martina Schäfer erhielten die BPW Frauen einen spannenden Einblick in das Leben der zweimaligen Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, langjährigen Hochschullehrerin, ehemaligen Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und engagierten Politikerin.


Locker berichtete Prof. Gesine Schwan, wie sie ihre beeindruckende Laufbahn an der Universität und in der Politik gestalten und mit einem erfüllenden Privatleben verbinden konnte. Interessiert vernahmen die Zuhörerinnen zudem, wie ihre starke Verbindung nach Polen entstand und welche Hintergründe die Ursache ihrer Kritik an politischen Entscheidungen ihrer Partei war. Ihr neuestes und aktuelles Projekt, die „Humboldt-Viadrina School of Governance“, kam ebenfalls zur Sprache.

Frauen und Wirtschaftskrise, Diversity und Frauenquote für Führungspositionen in der Wirtschaft – ähnlich dem „norwegischen Modell“ – all das waren Punkte, zu denen Frau Prof. Schwan engagiert und leidenschaftlich Position bezog.
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Mit einem besonderen Anliegen traf Prof. Gesine Schwan schließlich noch die Zustimmung der BPW Frauen. So forderte sie, dass die Familie künftig als „öffentliches Gut“ betrachtet werden sollte. Mit dieser Forderung bezog sie sich darauf, dass sowohl Frauen als auch Männer in der nach jetziger Betrachtung wichtigsten Zeit ihrer Karriere gleichberechtigt die Möglichkeiten erhalten müssten, Beruf und Familie ohne Nachteile für die weitere Laufbahn zu verbinden.

Doch nicht nur der Ruf nach einer Familie als öffentlichem Gut, auch die Schilderung ihres eigenen Lebensweges und interessante Ansichten zu aktuellen Themen sorgten dafür, dass alle BPW Frauen Anregungen für sich persönlich mit nach Hause nehmen konnten. Herzlichen Dank an Prof. Gesine Schwan.


Text: Martina Schäfer
Fotos: Uta Zech

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