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| Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Clubabend am 4. März 2010 |
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Dienstag, 09. März 2010
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Silke Kühne, staatlich geprüfte Betriebwirtin und seit 1993 im Personalbereich bei der GEMA tätig, erzählte beeindruckend, wie sie um ihre Position in einem renommierten Unternehmen noch immer kämpft. Übergangen bei einer Beförderung, die nicht ausgeschrieben war und wo ein männlicher Bewerber eingesetzt wurde mit mehr Lohn für die gleiche Arbeit, die sie leistete. Seit 2007 läuft ihr Prozess wegen Nichtberücksichtigung als Frau bei einer Beförderung im Zusammenhang mit dem AGG. Im Rahmen dieser Klage wird auch das Thema Mobbing und Nichtentgelt-gleichheit thematisiert.
Große Unterstützung erfährt sie von ihrem Partner und vielen Menschen, die ihr Mut machen, den Prozeß bis zum Ende durchzustehen. „Ich sehe mich als diejenige, die diesen Weg gehen muß, damit andere Frauen es leichter haben. Ein Grundsatzurteil würde mancher mehr Mut geben, ihre Rechte einzuklagen und direkter Betriebs- und Personalräte mit ins Boot zu nehmen“.
In einer sehr engagierten Diskussion ging es darum, wie Frauennetzwerke aktiver werden können bei der Durchsetzung des AGG und mehr Frauen in der 1. und 2. Führungsebene der Unternehmen ihr Potenzial zeigen und ausschöpfen können.
Frauen sind leise, Männer sind laut – diesen weiblichen Vorteil nutzen wir über unsere Netzwerke viel zu selten. Im Zusammenhang mit den Erfahrungen bei der Vorbereitung des Equal Pay Day in diesem Jahr gingen wir auseinander mit dem festen Vorsatz, unmittelbar nach dem 26. März Vertreterinnen aller in Berlin agierenden Frauennetzwerke, Verbände, Gewerkschaften, Parteien, IHK, Mittelstandsvereinigung über die Antidiskriminierungsstelle des Senats zusammenzubringen, um den EPD 2011 zu einer machtvollen Demonstration unserer Frauenpower zu machen. Unser Club wird seine Verbindungen einbringen – und die ersten Mitstreiter haben an diesem Abend schon ihr Engagement zugesagt.
Übrigens: Silke Kühne – obwohl ausgebildete Personalfachfrau – macht heute kaum noch hochwertige Personalarbeit , sondern bewältigt vorwiegend administrative Tätigkeiten.
Text und Foto: Elke Ickert
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