Korruption im Gesundheitswesen

Freitag, 16. Juli 2010, 15:57 Uhr

Beitrag von: Rudolph

Die Politik AG hatte am 30.06.2010 Frau Anke Martiny als stellvertretende Vorsitzende im Vorstand von Transparency International (TI) in Berlin zu Gast. Sie berichtete über die Arbeitsweise von TI und die strukturellen Probleme, die die Korruption im Gesundheitswesen begünstigen, sowie Fallbeispiele, die den Missbrauch und den volkswirtschaftlichen Schaden verdeutlichen.

Frau Martiny ist seit 1998 aktiv bei Transparency International (TI)und hat sich dabei intensiv mit Korruption im Gesundheitswesen beschäftigt. (weiterführende Informationen zu Frau Martiny: http://www.transparency.de/Vorstand.54.0.html, http://de.wikipedia.org/wiki/Anke_Martiny) TI kümmert sich weltweit darum, Korruption sichtbarer und transparenter zu machen und ein Bewusstsein für Korruption und seine Folgen zu schaffen. Sie definieren Korruption als „Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Vorteil“ (vergl. http://de.wikipedia.org/wiki/Korruption#Transparency_International)) Die Forschung von Carol Gilligan hat gezeigt, dass Frauen weniger bereit sind, sich auf Korruption einzulassen, da sie in der Regel die sozialen Folgen und Kosten ihres Handelns, insbesondere von Machtausübung, in Betracht ziehen. (Literatur: „In a Different Voice: Psychological Theory and Women's Developmen “ von Carol Gilligan, deutscher Titel: „Die andere Stimme. Lebenskonflikte und Moral der Frau“) Volkswirtschaftlicher Schaden durch Korruption: 4,3 Millionen Schaden durch Wirtschaftskriminalität, im Gesundheitswesen allein geschätzte 13,7 Milliarden.

Begünstigung der Korruption im Gesundheitswesen
durch ineffektive Aufsichtsbefugnisse und mangelnde Kontrolle:

Durch TI aufgedeckte Missstände:
Systematische Beeinflussung der Ärzte und der Gesundheitsgesetzgebung durch die Pharmaindustrie:
Erfindung von Krankheiten durch die Pharmaindustrie:
Fehler im System: Betrugspraktiken und Organisierte Kriminalität:
Was ist zu tun als Bürger und Patient?

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